Forschung

Zur Untersuchung des Generalthemas des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz, der Erforschung der vielfältigen kulturellen Transfer-, Austausch- und Rezeptionsprozesse von der Antike bis in die Neuzeit und gleichzeitig von Europa in den Orient, die von Byzanz ausgingen oder an denen Byzanz beteiligt war, ist das Forschungsfeld durch drei thematische Säulen strukturiert, die zum einen diachrone (Säule A „Kulturwandel und Kulturkontinuität“ sowie C „Wirkung und Rezeption“) und zum anderen synchrone Aspekte (Säule B „Kulturkontakt und Kulturtransfer“) aufgreifen. Hinzu tritt ein Grundlagen- und Querschnittsbereich (D).

Allen Säulen sind dabei konkrete Leitfragen gemeinsam: auf welchen Wegen und über welche Medien wurde Kontakt hergestellt und auf welchen Gebieten kulturellen Wissens in welcher Form und in welcher Richtung fand Austausch zu bestimmten Zeiten statt? Wie wurden ältere Konzepte, Strukturen und Vorstellungen aufgegriffen, umgeformt und für neue Zwecke instrumentalisiert? Ein angestrebtes Ergebnis der Forschung in den Säulen ist auf lange Sicht die Erarbeitung einer Typologie des Kontakts und Austauschs von Byzanz zu den Anderen in diachroner Sicht, die zugleich auf mehreren synchronen Querschnitten beruht.

Die Forschungsprojekte werden einerseits in größeren Themenschwerpunkten (TSP) zusammengeführt, andererseits wird diese thematisch fokussierte Forschung durch weitere Arbeitsgruppen und Einzelprojekte ergänzt.