Bessarion und die Byzantinische Kultur im öffentlichen Bewusstsein des späten 15. Jahrhunderts

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Entstehungsgeschichte des Werkes "Gegen den Verleumder Platons" (In Calumniatorem Platonis, ICP) des byzantinischen Gelehrten und römischen Kardinals Bessarion (1408–1472). Die Veröffentlichung dieses Werkes 1469 markierte den Abschluss der mehr als 10 Jahre andauernden (ca. 1458–1469) intensiven Arbeit des Kardinals und seiner Entourage, die darauf abzielte, Byzanz  im öffentlichen Bewusstsein der damaligen Zeit als eine Art "kultureller" Referenzpunkt und eine feste Größe zu etablieren.
Die Entstehungsgeschichte dieses Werkes wird im Rahmen des Projektes sowohl philologisch-historisch rekonstruiert (Ziel: eine editio princeps des lateinischen und griechischen Textes des ICP) als auch in Termini der historischen Kulturtransferforschung als eine kulturelle Übersetzungsleistung im Rahmen eines Transferprozesses interpretiert, der von Bedürfnissen und Anforderungen einer besonderen sozio-politischen Situation in Italien des späten 15. Jh.s. gesteuert wurde. 

Förderung:

DFG (Heisenberg-Programm).

 

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.


Vittore Carpaccio, Sant'Agostino nello studio (Visione di Sant'Agostino), 1502, Scuola di San Giorgio degli Schiavoni, Venezia.

Vittore Carpaccio, Sant'Agostino nello studio (Visione di Sant'Agostino), 1502, Scuola di San Giorgio degli Schiavoni, Venezia.

Mitarbeit

P.D. Dr. Sergei Mariev

Säule
C. Wirkung und Rezeption