Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident

Themenfeld

Das Byzantinische Reich spielte bei der Entstehung des modernen Europa und des Vorderen Orient eine herausragende Rolle. Zwischen dem 4. und dem 12. Jahrhundert war es die Leitkultur, welche in allen Lebensbereichen Maßstäbe setzte und sämtliche Nachbarstaaten wesentlich beeinflusste. Byzanz bildete eine Brücke von der Antike in die Neuzeit und gleichzeitig von Europa in den Orient. In Gestalt der orthodoxen Kirche ist das byzantinische Erbe in vielen Staaten bis heute präsent. Trotz ihrer historischen Bedeutung fristet die Erforschung der byzantinischen Geschichte und Kultur in Deutschland ein Nischendasein, obwohl das byzantinische Element vor dem Hintergrund des europäischen Einigungsprozesses ein neues Gewicht bekommt.

Zielsetzung

Ziel des WissenschaftsCampus Mainz ist es, eine breite Plattform für interdisziplinäre Byzanzforschung institutionell zu etablieren. Beteiligt sind neben der Byzantinistik und der Christlichen Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte sämtliche Fächer, die zur Erforschung des Byzantinischen Reichs und seiner Kultur beitragen. Der WissenschaftsCampus Mainz fördert die Integration der zersplitterten Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit Byzanz befassen. Er ermöglicht themenorientierte, multidisziplinäre, historisch-kulturwissenschaftliche Forschung unter einem Dach und bewirkt durch einen gemeinsamen Auftritt der Byzanzforschung eine bessere Sichtbarkeit dieses Fachgebiets.

Konzept

Beim Konzept des WissenschaftsCampus handelt es sich um eine Initiative der Leibniz-Gemeinschaft, welche zum Ziel hat, außeruniversitäre und universitäre Forschung stärker zu vernetzen. Unter dem Dach des Campus sollen Exzellenzen gebündelt, strategische Forschung betrieben, Interdisziplinarität befördert sowie das Forschungsprofil des Standortes gestärkt werden.