In den mehr als 1100 Jahren seines Bestehens hat sich das Byzantinische Reich sowohl politisch als auch in seinen territorialen Grenzen vielfach verändert. Dies hatte Auswirkungen auch auf die religiösen Zentren des Reiches – die Pilgerheiligtümer. Ihre Entwicklung in Relation und Abhängigkeit von der politischen Situation bzw. der Ausdehnung des Byzantinischen Reiches wurde bisher jedoch noch nicht übergreifend untersucht.
Eine der zentralen Fragen ist daher: Welchen Veränderungsprozessen und Entwicklungen ist das Pilgerwesen unterworfen und wodurch werden diese in Gang gesetzt? Verändern sich im diachronen Verlauf während des Bestehens eines Pilgerheiligtums der Kult, das Einzugsgebiet von Pilgern, die politische Einflussnahme, die Inszenierung des Kultobjektes, etc…?
Wie lassen sich diese Veränderungsprozesse im archäologischen, architektonischen und kunsthistorischen Befund der Pilgerheiligtümer nachweisen? Welche Kontinuitäten lassen sich beobachten? Gibt es vergleichbare Entwicklungen zwischen den paganen und den christlichen Pilgerheiligtümern?
Im Rahmen des Workshops soll diesen Fragen nachgegangen werden.
Die Dauer der Vorträge beträgt 20 Minuten. Es schließt sich eine Diskussion von max. 10 Minuten an. Interessierte Zuhörer sind sehr herzlich eingeladen.